Kartellamt: EnBW kassiert 30% zu viel beim Wasser

Die EnBW bezieht das Trinkwasser für 60 Cent pro Kubikmeter von der Bodensee- und Landeswasserversorgung. Zu den Bezugskosten kommen noch 18% Konzessionsabgabe. Von den Verbrauchern kassiert die EnBW 2,87Euro in Stuttgart. Im August 2012 hatte die EnBW den Wasserpreis um 9,3% erhöht.
Das Kartellamt hat festgestellt, dass die EnBW „missbräuchlich überhöhte Preise“ verlangt und fordert von der EnBW den Wasserpreis in Stuttgart um 30% zu senken und die seit 2007 zu hohen Preise an die Verbraucher zurückzubezahlen. Ein Vier-Personenhaushalt könnte mit einer Rückzahlung von 900 Euro rechnen.
Die EnBW widersetzt sich der Forderung nach Senkung des Wasserpreises mit einer Klage beim Oberlandesgericht.

Einen Artikel in der Stuttgarter Zeitung zur Entscheidung des Kartellamts gibt es hier
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.trinkwasser-in-stuttgart-kartel…
In dem Artikel wird der SPD-Fraktionschef Martin Körner mit einem positiven Zitat zur Entscheidung des Kartellamts zitiert. Allerdings hat die SPD-Fraktion im Gemeinderat 2002 dem Verkauf der Stuttgarter Wasserversorgung an die EnBW einstimmig mitbeschlossen.

Die Mieterinitiativen Stuttgart sind der Meinung, dass die EnBW nicht nur beim Wasser sondern auch bei der Energie überhöhte Preise verlangt.
Wir unterstützen die Forderung des Stuttgarter Wasserforums nach 100%iger Rekommunalisierung der Netze und des Betriebs der Wasser- und Energieversorgung.
Wir rufen dazu auf, das Bürgerbegehren zur Rekommunalisierung der Fernwärme zu unterstützen.
Die Unterschriftenliste dafür gibt es hier
http://www.100-strom.de/files/Unterschriften_Fernwaerme_2014.pdf

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