300.000 Menschen gehen in Spanien gegen Mietenwahnsinn und Zwangsräumungen auf die Straße

Die Zwangsräumung einer 87-jährigen Mieterin in Madrid, brachte das Fass zum Überlaufen. 300.000 Menschen gingen am 26.9.2026 in Spanien gegen Spekulation mit Wohnungen, Zwangsräumungen und Mietenwahnsinn auf die Straße.

Die 87-Jährige hatte 70 Jahre in ihrer Wohnung in Madrid gelebt. Dann kaufte ein Immobilienhai das Gebäude. Ihre Miete wurde von 440 Euro auf 1.650 Euro erhöht. Sie sollte ausziehen und wurde schließlich zwangsgeräumt. „Ich habe es nicht geschafft, mein Haus zu verteidigen, aber ich habe dafür gekämpft, dass die anderen lernen, für ihres zu kämpfen“ sagte die zu 50% behinderte Rentnerin gegenüber der Presse.

Das Video von der Zwangsräumung führte zu einem Sturm der Entrüstung in ganz Spanien. Neben einer Massendemonstration in Madrid, gab es in 11 weiteren spanischen Städten Demonstrationen. Der Unmut der Demonstrant:innen richtet sich gegen die Immobilienhaie als auch die Zentralregierung unter Pedro Sanchez und die Regionalregierung, die der Immobilienmafia ihr Geschäft mit vermieterfreundlichen Gesetzen erleichtern.

Unter dem Druck der spontanen Massenbewegung hat die Zentralregierung ein Gesetzespaket gegen Zwangsräumungen und ein verbessertes Mietrecht erlassen, das sofort Gesetzeskraft erhalten soll.

Die Europaabgeordnete der linken spanischen Bewegung Podemos fordert die Enteignung von 650.000 Wohnungen, die sich in Besitz von „Geierfonds“ befinden.

  • https://www.tagesschau.de/ausland/europa/demonstration-mieten-madrid-100.html
  • https://web.de/magazine/panorama/aus-aller-welt/zehntausende-strasse-zwangsraeumung-rentnerin-42771212

Interview mit einem Aktivisten der Mietergewerkschaft in Spanien aus dem Jahr 2025

  • https://www.rosalux.de/news/id/53462/mietstreik-gegen-das-geschaeft-mit-dem-wohnen