Mehr als 30 SWSG-MieterInnen haben am Freitagmorgen 22. Juni 2018 im Stuttgarter Rathaus gegen die mieterfeindliche Geschäftspolitik der SWSG protestiert. Anlass war die Vorstellung des Geschäftsberichts der SWSG mit einem Gewinn vor Steuern von 18,7 Millionen Euro.

MieterInnen aus der Liebknechtstraße in Vaihingen, deren Wohnungen für einen Planungsgewinn des Allianz-Konzerns von voraussichtlich bis zu 30 Millionen Euro geopfert werden sollen, übergaben 1.227 Unterschriften und Mieterinnen aus der Keltersiedlung 966 Unterschriften gegen den Abriss ihrer Wohnungen an Finanzbürgermeister und SWSG-Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Föll. Auch im Sitzungssaal ergriffen die MieterInnen das Wort – trotz der Drohung von Sitzungsleiter Föll die Sitzung zu unterbrechen. Die MieterInnen brachten ihren Unmut gegen die Gewinnmaximierungsstrategie der SWSG auf Kosten der Mieter zum Ausdruck und widersprachen lautstark falschen Behauptungen und der Lobhudelei durch Geschäftsführer Samir Sidgi und Stadträten. Der Antrag von SÖS-LINKE-PluS gegen die turnusgemäße Mieterhöhung in 2019 wurde auf die Ausschusssitzung am 13.7.2018 vertagt.