Stuttgart, den 11. November 2015

Ungeachtet der sich zuspitzenden Wohnungsnot in Stuttgart, lässt die SWSG in der Lübecker Str. 2 – 10 insgesamt 48 Wohnungen leer stehen. Darüber hinaus stehen in dem Neubau in der Düsseldorfer Straße 64 zwei 4-Zimmer-Wohnungen leer. Eine davon schon seit Mai 2015. Die andere ebenfalls schon seit Monaten.

Die leerstehenden Häuser in der Lübecker Straße sollen demnächst abgerissen werden. An ihrer Stelle sollen teuere Neubauten gebaut werden. Die Mieten der frei finanzierten Neubauten sollen bei mindestens 11 Euro Kaltmiete liegen.

Die Neubauwohnungen sind nach Meinung der Mieter/Bürgerinitiative viel zu teuer. Deshalb stehen in der Düsseldorfer Straße 64 bereits seit Monaten zwei 4-Zimmer-Wohnungen leer. Für die Warmmiete dieser Wohnungen verlangt die SWSG 1.300 Euro. Familien, die eine 4-Zimmer-Wohnung suchen, können sie sich diese teueren Neubauten einfach nicht leisten.

Die SWSG-Mieterinitiative fordert die SWSG-Geschäftsführung und den Aufsichtsrat der SWSG auf, die Abrisspläne für die Lübecker Straße zurückzunehmen, die Wohnungen sofort wiederzuvermieten und die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen. Darüber hinaus wird die Forderung erhoben den Mietpreis für die leer stehenden Neubauwohnungen in der Düsseldorfer Straße 64 drastisch abzusenken, damit die Wohnungen sofort vermietet werden können.

Geschäftsführer und Gemeinderäte im Aufsichtsrate der SWSG, die bezahlbaren Wohnraum abreissen lassen und Neubauwohnungen unbezahlbar machen, wollen die Wohnungsnot offensichtlich nicht beseitigen und keine für Normalverdiener, Familien und sozial Benachteiligte bezahlbare Mieten.

Die Mieter/Bürgerinitiative wendet sich auch gegen den geplanten Abriss der Häuser in der Dessauer Straße 5 – 9 und Lübecker Str. 5 –7. Hier sind vorübergehend Flüchtlinge untergebracht. Auch diese Wohnungen sollen nach Meinung der Mieterinitiative dauerhaft als bezahlbarer Wohnraum erhalten bleiben. Der geplante Neubau der SWSG in der Dessauer/Lübecker Straße gefährdet zusätzlich die Existenz des Aktivspielplatz Hallschlag. Die SWSG hat für den Bau ein Grundstück eingeplant, das der Stadt gehört und bisher vom Aktivspielplatz genutzt wird. Der Erhalt der Flächen für den Aktivspielplatz ist für die Mieter/Bürgerinitiative ein weiteres Argument gegen den von der SWSG geplanten Neubau und für den Erhalt aller Häuser in der Lübecker und Dessauer Straße.